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DiRT 4 REVIEW

2007, also mittlerweile 10 Jahre ist es her, dass uns der Name DiRT in einem Spiel von Codemasters begegnete. COLIN MCRAE DiRT hieß der Racer damals, Teil 2 folgte 2009. DiRT 3 entledigte sich dem Namenszusatz, der mittlerweile verstorbenen Rally-Legende, im Jahre 2011.  Speziell die DiRT-Games haben immer weiter arcadelastige-Züge angenommen und nicht mehr nur die Rallye an sich in den Fokus gerückt, sondern auch viele weitere Spielmodi abgeboten. Seitdem sind mittlerweile sechs Jahre vergangen und speziell auf auf den NextGen-Konsolen ist es um die COLIN MCRAE-Reihe ruhig geworden. Wenn man allerdings genau hinschaut fällt noch ein Ableger mit DiRT Showdown aus dem Jahre 2012 ins Auge, dieser Teil hatte extrem arcadelastige Züge. Erst 2015 hat sich Codemasters wieder an die Reihe getraut und DiRT RALLY zunächst für PC auf den Markt gebracht. 2016 folgte schließlich auch die Veröffentlichung für die XBOX ONE. Die Fokus von DiRT RALLY lag ganz klar auf Simulation. Dies führte zum einen zur Annäherung an die Ursprünge der Reihe, zum anderen war das Spiel für Gelegenheitsfahrer deutlich zu schwierig. Inhaltlich lag der Fokus – bei dem Namen kein Wunder – auf dem Rallye-Aspekt. Deswegen war durchaus mit der Ankündigung von DiRT 4 die Frage berechtigt, in welche Richtung dieser Teil der Serie gehen wird. Wir verraten es euch in unserem Test!

Um es kurz zu machen: DiRT 4 siedelt sich zwischen den alten DiRT-Teilen und DiRT RALLY an. Es ist also der Rallye-Aspket vorhanden, allerdings nicht so ausgeprägt wie in DiRT RALLY. Auf der anderen Seite ist die Vielfalt der DiRT-Reihe mit von der Partie, aber eben auch nicht so ausgeprägt. Was heißt dies? Neben der klassischen Rallye gibt es die offizielle FIA Rallycross-Meisterschaft und einen sogenannte Landrush-Modus. Weitere Modi, wie bspw. die Gymkhana-Geschicklichkeit-Events fehlen gänzlich.
Im Rallye-Modus müsst ihr euch zunächst als Anfänger bei verschiedenen Teams in relativ kurzen Rallyes beweisen. Sobald ihr mehr Erfahrung, Renn-Lizenzen und vor allem Credits erworben habt, bekommt ihr sogar die Möglichkeit ein eigenes Team aufzubauen und Fahrzeuge zu erwerben (einen besonders tiefgründigen Managementpart sollte nicht erwartet werden). Ärgerlich ist an dieser Stelle, dass es insgesamt nur 5 Länder gibt (Australien, Schweden, Spanien, USA und Wales) in denen die Wertungsprüfungen stattfinden. Zum einen decken die Länder zwar alle Umgebungsbedingungen (Sonne, Schnee, Regen etc.) ab, zum anderen  hätte es aber durchaus etwas mehr sein können. In Sachen Fahrzeugen gibt es dagegen eine relativ große Auswahl von über 50 Fahrzeugen, die u.a. die verschiedenen Leistungsklassen abbilden.
Wie der Name schon sagt, ermöglicht der FIA Rallycross-Modus die Teilnahme an der entsprechenden Meisterschaft. Hierbei handelt es sich um Rundstrecken die mit den offiziellen Regeln implementiert wurden.
Der Landrush-Modus schickt euch mit kleinen Buggies oder Trucks auf sandige Arenen-Rundkursen. Erwähnenswert ist noch ein – zwar einfach gehaltener – aber dennoch sinnvoll einsetzbarer Wertungsprüfungs-Editor. Einzig zwei Schieberegler für die Streckenlänge und -komplexität stehen zur Erstellung zur Verfügung, aber ein paar verschiedene Pisten kann man sich so zusammenstellen. Herausforderungen runden den Einzelspielerpart ab. Codemasters möchte in den kommenden Wochen und Monaten neue Herausforderungen zur Verfügung stellen – warten wir einmal ab, ob die Entwickler ihr Versprechen einlösen.
Von dem Online-Part gibt es keine besonderen Dinge zu berichten. Es gibt klassische Rennen mit diversen Ranglisten, Turnieren und Ligen.

In Sachen Gameplay bietet DiRT 4 zwei Optionen an. Zum einen ein Arcade-Gameplay, zum anderen ein Simulations-Gameplay (letzteres orientiert sich an DiRT RALLY). Somit sollte für jeden etwas dabei sein. Damit man sich das Spiel seinen wünschen anpassen kann, gibt es zusätzlich viele Einstellungsmöglichkeiten (Fahrhilfen, KI-Schwierigkeit etc.).

Auf der technische Seite gibt es in Sachen Grafik keine großen Defizite. Insgesamt ist die grafische Umsetzung sehr gut gelungen. Kritisieren kann man evtl. Effekte wie Rauch oder aufgewirbelten Sand. Die sind manchmal etwas übertrieben…
Akustisch zeigt sich das gleiche Bild. Die Soundeffekte sind sehr gut umgesetzt und auch die musikalische Untermalung passt gut zu dem Titel. Hervorheben möchte ich an dieser Stelle die Ansagen des Beifahrers. Diese sind klar, verständlich und in allen Sprachen hinterlegt. Besonders interessant ist eine Option im Menü, die euch ermöglicht die Ansagen zeitlich früher oder später durchzuführen. Dies kann in Rennen sehr hilfreich sein.

 

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