Start Xboxworld Testlabor Madden NFL 20 – Review

Madden NFL 20 – Review

Der August hat gerade erst begonnen und schon steht uns die PreSeason der NFL ins Haus. Grund genug für EA Sports mit dem diesjährigen Ableger der MADDEN NFL-Reihe an den Start zu gehen. Schon fast traditionell eröffnet MADDEN NFL 20 die Videogame-Sportspiele-Saison. MADDEN NFL hat seit Jahren einen großen Vorteil in Vergleich mit anderen Sportspielen: es gibt keine Konkurrenz. Vor Jahren hat sich 2k aufgrund des Lizenz-Verlustes von dem Football-Field verabschiedet. Dennoch gelingt es EA Sports Jahr für Jahr aufs neue – auch ohne Konkurrenz – das eigene Spiele zu verbessern. Ob es den Machern erneut gelungen ist den Vorgänger vom Thron zu stoßen? Wir verraten es euch in unserem Test.

Zu Beginn werdet ihr in den Pro Bowl nach Orlando geschmissen. Dort spielt ihr eine Partie zwischen AFC und NFC. Cover-Athlet ist in diesem Jahr Patrick Mahomes von den Kansas City Chiefs, also der AFC. Damit ist auch begründet warum ihr die AFC-Seite übernehmt. Das Spiel dient vor allem dazu sich mit einem neuen Feature vertraut zu machen, dem sogenannten Superstar X-Factor. Die größten Stars der Liga besitzen eine solche Fähigkeit, bspw. Patrick Mahomes besitzt „Bazooka“. Bedeutet nach dem er mehrere Würfe über 30 Yards an den Mann gebracht hat ist die Fähigkeit aktiv (solange bis er eine Incolmpletion wirft) und die Wahrscheinlichkeit einen Pass über eine lange Distanz an den Mann zu bringen ist deutlich gestiegen. Es gibt solche Fähigkeiten sowohl in der Offensive, als auch in der Defensive. EA Sports slobber sagt, dass der X-Factor vor allem im Arcade-Modus zum tragen kommt. Im simulationslastigeren Gameplay sollen sie nicht so stark ins Gewicht fallen. Und dies kann ich auch bestätigen, ja man merkt schon einen Unterschied, aber es ist jetzt nicht so, dass dadurch das Gleichgewicht einer Partie vollends aufgehoben wird.

Weitere Gameplayänderungen sind deutlich geschmeidigere Bewegungen, die Abläufe wirken nicht mehr aneinander gereiht, sondern sehen deutlich flüssiger aus. Auch haben bestimmte Sara persönliche Bewegungsabläufe spendiert bekommen und bewegen sich jetzt wie ihre realen Vorbilder. Pump Fakes sind nun nicht mehr über den linken Stick auszuführen sondern durch doppeltes Antippen einer Recievertaste. An sich eine kleine Änderung, die aber das ganze deutlich intuitiver macht. Auffällig sind häufige Face-Mask-Strafen, die mir aus dem letzten Jahr nicht in Erinnerung geblieben sind, nun aber mindestens einmal pro Spiel vorkommen. In die Playbooks haben in diesem Jahr die Run Pass Options Einzug gefunden und auch Trick-Spielzüge wie das berühmte „Philly Special“ sind mit von der Partie.
Alles in allem wurden einige gute Gameplayänderungen eingefügt, die das Spiel einen tacken realistischer machen, aber dennoch gleichzeitig eingängiger und spielbarer. Perfekt ist es natürlich nicht, es gibt die ein oder andere Situation bei der man sich fragt, warum die KI so entscheidet bzw. sich so verhält, aber insgesamt ist das Gameplay sehr gut gelungen.

Bezüglich der Spielmodi gibt es keine großen Überraschungen. Franchise, Madden Ultimate Team, Exhibition und gerade für Anfänger der Skill Trainer. Letztgenannter bietet sowohl Neulingen als auch erfahrenen Madden-Veteranen einen guten Einstieg in die neuen Spielmechaniken. Madden Ultimate Team Modus wurde um eher kleinere Features erweitert wie bspw. Missionen die ihr erfüllen müsst. Erinnert prinzipiell an die bereits bekannten Challenges, variieren aber im Umfang und Dauer. Der Franchise-Modus bietet euch wieder diverse Möglichkeiten des Einstieges: als Trainer, als Besitzer oder als Spieler könnt ihr euer Franchise führen. Die Neuerungen sind hier auch eher marginal. Neu ist der sogenannte QB1-Modus „Face of the Franchise“. Hört sich spektakulär an, aber hierbei handelt es sich um den Story-Modus, der bereits vor zwei Jahren seinen Einzug gefunden hat. Dieses mal geht es nicht um eine „Talent-Show“, ihr steigt in College-Zeiten ein (sucht euch hier ein Team aus) und spielt anschließend direkt die College Football Playoffs in eurem Senior-Year. Natürlich seit ihr kein Star sondern nur der BackUp, der aber aufgrund der Verletzung des Star-QBs zum Einsatz kommt. Euer Ziel ist natürlich die bestmögliche Präsentation der eigenen Fähigkeiten um von einem NFL-Team gedraftet zu werden und anschließend in eurer Rookie-Saison die Liga aufzumischen. An sich ganz nett, aber im Vergleich zu den Vorjahren auch nichts wirklich welt bewegend neues. Erwähnenswert ist, dass man nicht mehr nur den QB steuert, sondern das gesamte Team. 

Große Neuerungen muss man in Sachen Spielmodi schon etwas intensiver suchen. Zwar sind die Spielmodi relativ umfangreich und bietet Spielspaß für mehrere Stunden, aber eine Innovative Neuerung wäre durchaus wünschenswert…

In Sachen Grafik und Sound gibt es keine großen Änderungen im Vergleich zum Vorjahr. Bei genauerer Betrachtung mögen weitere Details an Spielermodellen und in den Stadien zu erkennen sein, aber man sollte keine großen Sprünge vom Vorgänger erwarten. Aber dies soll nicht als Kritik gewertet werden, schließlich waren bereits im letzten Jahr die Optik, wie auch die Akustik exzellent. 

Für mich persönlich stagniert das Franchise in den letzten Jahren ein wenig. Die Entwickler probieren immer mal wieder neue Ideen aus, vor zwei Jahren war es der Story-Modus, in diesem Jahr sind es die X-Factors, aber das bahnbrechende Feature war bisher noch nicht dabei. Der Story-Modus z.B. war die letzten beiden Jahre interessant, etwas neues und solide, gleiches gilt auch für QB1. Aber es bleiben leider einfach zu viele Aspekte auf der Strecke. Der nötige Tiefgang fehlt, da bereits zu viele Aspekte der Geschichte vorbestimmt sind. Mir ist klar, dass es einen gewissen Handlungsrahmen geben muss, aber warum kann man nicht ein paar mehr College-Spiele machen? Die entsprechende Lizenz besitzt EA Sports. ODer denken wir einen Schritt weiter: Vor ein paar Jahren gab es regelmäßig eigenständige NCAA-College-Football-Spiele, warum die Lizenz (von mir aus auch nicht ganz so umfangreich wie in den separaten Spielen) nicht einfach hier einbauen? Möglich sollte es doch sein und man würde etwas neues liefern und auch nochmals den Umfang erweitern. Naja, vielleicht nächstes Jahr…G

ÜBERBLICK DER REZENSIONEN
Spielmodi
80 %
Gameplay
85 %
Grafik
85 %
Sound
85 %
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