Mass Effect Andromeda REVIEW

Mass Effect Andromeda REVIEW

Vor fünf Jahren hat EA mit MASS EFFECT 3 die erfolgreiche Trilogie inhaltlich abgeschlossen. Das Franchise bietet dagegen auf der anderen Seite noch viele Facetten und Geschichten die erzählt werden wollen. Demnach ist es auch nicht verwunderlich, dass nach den Erfolgen der ersten drei Teile, an einer Fortsetzung gearbeitet wurde. Die Fortsetzung, die inhaltlich keine direkte Fortsetzung ist, sondern zwischen Teil 2 und 3 angesiedelt, steht nun mit dem Titel MASS EFFECT: ANDROMEDA im Handel. Ob der Titel an die Erfolge der Vorgänger anknüpfen kann, verraten wir euch in unserem Test.

MASS EFFECT: ANDROMEDA beginnt im Jahre 2185 also zwischen Teil 2 und 3 der Reihe. Der Spielcharakter ist nicht mehr Commander Sheppard, sondern – je nach Auswahl des Geschlechts – Scott oder Sara Ryder. Kurz nachdem unser Protagonist aus einem längeren Kyroschlaf erwacht ist, befindet er sich auf einer Arche im Andromeda-System. Bereits in der ersten längeren Mission wird Ryder zu Pathfinder Ryder. Pathfinder sind „Auserwählte“, die neuen Lebensraum ausfindig und bewohnbar machen sollen. Das dies natürlich mit viel Arbeit und Konflikten verbunden ist, erklärt sich von selbst.
Die Story ist natürlich deutlich komplexer als der oben genannte Abriss. Es gibt einen Haupthandlungsstrang und einige Nebenstorylines die ihr bewältigen könnt. Dazu gibt es noch eine große Anzahl an Planeten die ihr erkunden könnt. Leider muss man sagen, dass die Story zu Beginn sehr langsam und träge beginnt. Erst nach mehreren Stunden Spielzeit erreicht sie eine höheres und mitreisendes Niveau, aber dennoch nie die Klasse der Vorgänger-Trilogie zu erreichen. In Sachen Spielzeit kann MASS EFFECT: ANDROMEDA knapp 30 Stunden für die Hauptgeschichte bieten. Für die Absolvierung der Nebenmissionen sollten nochmals 20 Stunden eingeplant werden und dadrauf nochmals ein paar Stunden für die restlose Entdeckung aller Planeten mit dem Nomad-Buggy.

Das Gameplay ist noch Action-lastiger geworden, als es in den Vorgängen der Fall war. Speziell MASS EFECT 1 war eigentlich ein Rollenspiel mit Actionelementen. Bei dem aktuellen Titel hat sich dieses Blatt zu einem Action-Spiel mit Rollenspielelementen gewandelt. Fans der Serie werden diese Entwicklung bereits in den Vorgänger beobachtet haben und somit auch keine großen Schwierigkeiten haben. Es gibt schließlich auch weiterhin eine Reihe von Rollenspielelementen (Leveln, Crafting, etc.), aber auf diesen liegt nicht mehr der Fokus.
Im Grunde merkt man den Titel an, dass es bereits eine gewisse Anzahl an erfolgreichen Vorgängern gibt. Die meisten Elemente wurden aus diesen schlicht übernommen. Dies ist nicht verwerflich, lässt aber an der ein oder anderen Stelle den frischen Wind fehlen. Ein gelungenes Gegenbeispiele hierfür ist das Dialogsystem. Welches früher simpel und leicht in eine bestimmte Richtung steuerbar war, wurde nun komplett ersetzt und bietet deutlich mehr Antwortmöglichkeiten auf die diversen Fragen. So gibt es nun keine postive oder negative Antwort mehr, sondern bspw. clevere, emotionale, vorsichtige usw. Diese Änderung ist zu begrüßen und verändert die Spielmechanik in den Dialogen ungemein.

Weiterer frischer Wind gibt es durch ein Jetpack. Dieses eröffnet euch in Kämpfen ganz neue Möglichkeiten: zum einen das Springen, zum anderen kann nun gegnerischen Angriffen mit dashes ausgewichen werden. Die Deckung wurde ebenfalls überarbeitet, mit der Folge der automatischen Deckung eures Spielecharakters.
Insgesamt macht der Titel spielerisch einen soliden Eindruck, nicht mehr und nicht weniger. Die Neuerungen sind gelungen und werfen die Frage auf, warum die Entwickler an der ein oder anderen Stelle ebenfalls diesen Mut bewiesen haben.

Technisch haben die Entwickler einen soliden Job abgeliefert. Der Sound ist erstklassig, seien es die Soundeffekte, der Soundtrack oder die Synchronisation, alles exzellent. Und selbst als Fan der englischen Synchronisation, kann man einen Blick auf die deutsche Sprachfassung werfen, diese ist ebenfalls sehr gut umgesetzt.
Bei Betrachtung der Grafik zeigt sich dagegen ein anderes Bild. Es gibt leider ab und an Framerate-Einbrüche. Und ihr werdet es bereits den Medien entnommen haben: die Gesichtsanimationen sind gewöhnunsbedürftig. So drastisch wie es teilweise auf diversen Online-Portalen zu vernehmen war, sind die Gesichtsanimationen meiner Meinung nach nicht. Ja es stimmt, dass an der ein oder anderen Stelle die Gesichtszüge nicht hundertprozentig zu dem gesprochenen passen, aber ganz ehrlich beider Vielzahl an Textzeilen die in den Haupt und vor allem Nebenmissionen implementiert wurden ist dies auch kein Wunder. Dem Spielspaß tut es nach meiner Einschätzung keinen Abbruch und lässt einen höchstens einmal kurz Schmunzeln.
Ärgerlicher finde ich vielmehr das verschenkte Potenzial, speziell auf den diversen Planeten. So ähneln diese sich teilweise sehr stark, zwar hinterlassen erstklassige Wettereffekte einen bleibenden Eindruck, aber im großen und ganzen ist die Ähnlichkeit der einzelnen Planeten schon enorm. Auch hier gibt es eine Ausnahme, nämlich ein Planet der die grafischen Möglichkeiten des Spiels eindrucksvoll demonstrieren, aber wie gesagt es ist leider nur einer…

 

ZUSAMMENFASSUNG
Spielmodi
80 %
Gameplay
82 %
Grafik
83 %
Sound
92 %
Multiplayer
81 %
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