Start Xboxworld Testlabor NBA 2k19 Review

NBA 2k19 Review

NBA 2k19 an sich eine Veröffentlichung wie jedes Jahr, aber es gibt doch etwas besonderes. Es ist die nunmehr fünfte Version für die XBOX One. Ein kleines Jubiläum also, welches mit Innovationen gefeiert werden soll? Nicht nur dieses kleine Jubiläum wird gefeiert, sondern sogar, dass zwanzigste der NBA 2k-Reihe insgesamt. Damit gibt es doch etwas zu feiern und die Entwickler werden uns doch ein Glanzstück zaubern, oder? Wir verraten es euch in unserem Test!

Wie bereits in den letzten Jahren spendieren uns die Entwickler ein kostenloses Vorspiel mit dem Titel NBA 2k19 – PRELUDE. Wieder einmal wird die eure Einzelspielerkarriere fokussiert. Diesmal nicht übertrieben inszeniert von Spike Lee, ihr befindet euch nicht im College oder werdet gar auf einem Streetturnier entdeckt, nein dieses Mal befindet ihr euch in China! Richtig gehört! Eure Karriere hat einen Knick erhalten, nachdem ihr nach ein paar guten Collegespielen euch direkt in den NBA Draft begeben habt, aber leider von keinem NBA-Team gezogen wurdet. Eure letzter Ausweg war China. Ohne allzu viel zu verraten, die Geschichte läuft ähnlich ab wie in den letzten Jahren. Euer Charakter ist ziemlich überheblich, macht ein paar Spiele, hat einen erbitterten Rivalen und am Ende schafft ihr es doch in die NBA. Prinzipiell nichts besonders, aber der Faktor China macht es in diesem Jahr sehr interessant. Warum dies der Fall ist? Die Inszenierung ist sehr gut gelungen. So werden eure Spiele in China bspw. von chinesischen Kommentatoren begleitet, klar ihr versteht kein Wort (es sei denn ihr seid der Chinesischen Sprache mächtig) aber dennoch wirkt es sehr atmosphärisch. Auch der nachfolgende Umweg über die G-Leauge ist sehr interessant und ganz gut umgesetzt. Man wird sogar ein paar alte bekannte aus den vergangen Jahren wieder treffen. Man muss auch ganz klar sagen, dass die Story in diesem Jahr nicht so viele Fremdschämmomente und Übertreibungen hat wie in vergangenen Tagen… Nach wenigen Spielen und wenigen Stundenspielzeit habt ihr euren NBA-Vertrag in der Tasche und könnt euer Viertel betreten. Damit ist quasi der Handlungsbogen abgeschlossen und ihr könnt hier machen was ihr wollt. Streetspiele gegen andere Spieler online durchführen, Schuhe kaufen, ins Casino gehen, traineren, was immer ihr wollt. Die Möglichkeiten sind in dem Viertel noch größer und vielfältiger geworden, bspw. gibt es jetzt sogenannte Käfig-Matches. Leider kommt auch ein großes Problem den ganzen einher. Um euren Spieler zu verbessern benötigt ihr nach wie vor Virtual Credits (VC). Diese Währung im Spiel erhaltet ihr entweder durch Erfolge in spielen oder ihr könnt sie durch bares Geld kaufen. Und dies stößt auch in diesem Jahr auf heftige Kritik. Der Pay-to-Win-Gedanke ist klar erkennbar. Zwar wurde er im Vergleich zu den Vorjahren etwas abgeschwächt, da man nun für gute Leistungen in den NBA-Games vergleichsweise viel VC bekommt, aber dennoch trifft man sehr häufig in Online-Spielen auf Spieler die zweifelsfrei mit der Bargeld-Variante ihren Spieler an das Maximum verbessert haben. Der Effekt: jeder dreier, jeder sonstige Wurf ist problemlos drinnen. Für einen selbst, der versucht reales Geld den eigenen Spieler zu verbessern, ist dies teilweise sehr deprimierend. Ein Matchmaking mit Spielern auf gleichem Wetungslevel gibt es leider noch immer nicht.

Die bereits bekannten Spielmodi des letzten Jahres sind auch wieder mit von der Partie. Nachdem es Kritik gab, dass der MyGM-Mode zu einer Verdrängung des „normalen“ Karrieremodus geführt hat, wurden jetzt einfach beide in das Spiel integriert. Der MyTeam-Modus hat einen 3 gegen 3-Modus spendiert bekommen. Große Neuerungen oder Innovationen sind ansonsten Fehlanzeige.

Spielerisch muss man die Änderungen ebenfalls suchen. Es gibt kaum große Neuerungen, aber wenn man die Thematik etwas detailliert betrachtet, fallen schnell kleine aber feine Änderungen auf, die zu einem verbesserten Spielerlebnis beitragen. Bspw. wurde das Tempo nochmals verringert oder ein „Entfesselt“-Formsystem eingeführt. Habt ihr gute Aktionen mit eurem Spieler hingelegt und den „Entfesselt“-Balken gefüllt, könnt ihr die Funktion aktivieren und euch damit einen Werte-Bonus für einen gewissen Zeitraum bescheren. Die geringere Geschwindigkeit in Kombination mit einer noch besseren Kollisions-Abfrage und neuen Animationen lassen einen in manchen Momenten wirklich staunen. Handelt es sich hier noch um ein Videospiel oder eine reale TV-Übertragung? Die Defensive wurde ebenfalls gestärkt, Steals gehen leichter von der Hand und die Gegner sind leichter zu guarden. Offensiv ist nun auch Timing bei den Korblegern nötig, die jetzt auch deutlich häufiger zu einem Erfolg führen, als im vergangenem Jahr.

Nach wie vor sieht das Spiel optisch exzellent aus. Es git nichts zu meckern, die Präsentation ist noch immer genial. Im Vergleich zum Vorjahr hat man sich von dem Musikvideo-artigen-Intro verabschiedet. Jetzt wird quasi aus dem Studio in die Arena geschaltet, dort sieht man wie die Spieler sich warm machen, wenig später gibt es eine kleine Eröffnungsshow und anschließend werden die Spieler vorgestellt, bei manchen Spielen wird auch einfach auf die Eröffnungsshow verzichtet. Dies ist alles etwas klassischer und gediegner, aber erinnert trotzdem an eine echte TV-Übertragung.

ÜBERBLICK DER REZENSIONEN
Spielmodi
85 %
Gameplay
90 %
Grafik
90 %
Sound
90 %
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