Pro Evolution Soccer 2017

Pro Evolution Soccer 2017

Wie in jedem Jahr gibt es zwei Kontrahenten auf den Fussball-Gaming-Thron. Vor Jahren galt PRO EVOLUTION SOCCER als das non plus ultra. In den vergangen Jahren hat sich allerdings der Wind gewendet und FIFA scheint fast uneinholbar vorne zu liegen. Uneinholbar? Der Zweikampf war immer sehr knapp, aber am Ende ist entscheidend auf dem Platz und da hatte FIFA vor allem Lizenztechnisch in der Vergangenheit immer deutlich mehr zu bieten. Wie sieht es in diesem Jahr aus? Wir verraten es euch in unserem Test!

FIFA 17 hat im Vorfeld des Release angekündigt mit dem FC Bayern München, Real Madrid, Manchester United und Juventus Turin neue Lizenzverträge abgeschlossen zu haben. Diese beinhalten natürlich Namen, Stadion und vor allem aktuell neu eingescannte Gesichter der Spieler. Für mich als Fan von Borussia Dortmund verhieß diese Nachricht nichts gutes, schließlich war der BVB in den vergangen Jahren Partner von EA Sports. Da aus jeder Liga bisher nur ein Team als offizieller Lizenzpartner aus einer Liga hergehalten hat, war die Sache besiegelt.
Auf der gamescom war meine Verwunderung groß, dass die Mitarbeiter dort BVB-Trikots trugen, verwunderlich im Nachhinein nicht mehr, schließlich wurde wenige Stunden Später die offizielle Partnerschaft bekannt gegeben (paradox, da schließlich Marco Reus auf dem Cover von FIFA 17 ist). Neben dem BVB hat sich PES die Rechte des FC Barcelona und Liverpool FC gesichert. Im Vergleich gibt es bei FIFA die großen erfolgreichen Clubs mit viel Geld, bei PES die jungen aufstrebenden Teams (wenn wir mal den FC Barcelona aussen vor lassen). Für nicht stellte sich somit der Wegfall der Partnerschaft mit EA Sports als problematisch dar, da FIFA nach wie vor die Rechte an der Bundesliga hält ist der BVB auch logischerweise dort noch vertreten.  Aber jetzt gibt es eben auch die Möglichkeit das Team in der PES-Reihe zu steuern. An sich eine klasse Sache, aber nach wie vor gibt es keine zumindest Bundeliga-ähnliche Liga. Keine verwandten Namen, nichts. Bei der PS4-Fassung gibt es zumindest die Möglichkeit Editor-Daten herunterzuladen oder zu teilen, leider hat es diese Möglichkeit noch immer nicht auf die XBOX One geschafft.
Sei es drum, PES 2017 besitzt nach wie vor die üblichen Lizenzprobleme. Einige Teams sind verschwunden, andere wurden ergänzt, die Champions League ist nach wie vor dabei (nur bspw. der Sieger des vergangen Jahres ist mit Real Madrid eben nicht lizensiert), auch der UEFA Supercup und die Europa League sind mit von der Partie. In Sachen Spielmodi geht man nicht den neuen Weg von FIFA 17 mit dem Story-Modus mit, sondern besinnt sich auf die alten Stärken und ergänzt die bekannten Spielmodi eher mit Detailverbesserungen.

Spielerisch muss man sich zunächst einmal an das neue Gameplay gewöhnen. Nach einer kurzen Eingewöhnungszeit hat man das Gefühl, man könne den total kontrollieren. Die Ballphysik und Spielmechanik sind wieder super gelungen und vermitteln ein äußerst realistisches Spielgefühl. Meiner Meinung nach müsste noch ein wenig an den Schüssen aufs Tor gearbeitet werden, aber sonst gibt es nichts zu meckern! Im Vergleich zu FIFA 17, hat PES 2017 die Nase vorne!

Grafisch hat man weiter zugelegt und auch in Sachen Atmosphäre hat man versucht zu FIFA aufzuschließen. Dies gelingt nach wie vor nicht ganz, aber man sieht wirklich Fortschritte die eine deutlich realitätsnähere Stimmung im Stadion liefern. Grafisch muss man besonders die virtuellen Abbilder der Kooperationspartner hervorheben, die wahnsinnig echt aussehen.
In Sachen Sound gibt es nichts groß zu meckern oder zu berichten. Einzig gab es einen Wechsel bei den Kommentatoren. Währen Hansi Kipper nach wie vor seine Phrasen zum besten gibt, wurde Wolf-Christoph Fuss (jetzt bei FIFA) durch Marco Hagemann ersetzt. Auch dieser macht einen guten Job, aber wie in Sportspielen üblich wiederholen sich auf Dauer die ein oder andere Phrase.

 

ZUSAMMENFASSUNG
Spielmodi
80 %
Grafik
85 %
Sound
85 %
Gameplay
90 %
Multiplayer
85 %
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